Hier können Sie die Bedeutung der Fachbegriffe nachlesen. Die Liste wird fortlaufend ergänzt:
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Die BEG ist das Förderprogramm des Bundes in dem geregelt wird, welche Förderungen für welche Maßnahmen von Seiten des Bundes gewährt werden. Darin werden zum Beispiel die technische Mindestanforderungen für die Förderung von Neubau und Sanierung geregelt. Die BEG umfasst sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude. Umgesetzt wird die BEG durch die KfW und die Bafa.
Kapital(bar)wert
Der Kapitalwert (auch Nettobarwert) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl der dynamischen Investitionsrechnung. Der Kapitalwert ergibt sich aus der Summe der auf die Gegenwart abgezinsten zukünftigen Erfolge einer Investition. Durch die Abzinsung von zukünftigen Erfolgen auf die Gegenwart wird der Zeitwert des Geldes berücksichtigt: Je eher man über Geld verfügen kann, desto mehr Wert besitzt es. Durch die Abzinsung von Erfolgen auf einen einheitlichen Zeitpunkt können auch Zahlungen vergleichbar gemacht werden, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallen.
KFW-Effizienzhaus
Ein Effizienzhaus ist ein energetischer Standard für Wohngebäude. Er setzt sich aus 2 Kriterien zusammen: Wie hoch ist der Gesamtenergiebedarf der Immobilie? Und wie gut ist die Wärmedämmung der Gebäudehülle? Das wird mit den Werten Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust angegeben.
Photovoltaik
Photovoltaik-Anlagen erzeugen Strom aus Sonnenlicht. Sie können auf Gebäuden oder Freiflächen installiert werden. Bekannt sind Photovoltaik-Anlagen vor allem als Aufdach-Anlagen auf geneigte Gebäudedächern. Es gibt darüber hinaus aber auch Anlagen, die an der Gebäudefassade angebracht werden. Freiflächenanlagen finden sich häufig neben Autobahnen. Es gibt aber beispielsweise auch Anlagen, die auf Gewässern treiben oder über Ackerbauflächen installiert werden. Zu unterscheiden ist die Photovoltaik von der Solarthermie, die aus Sonnenlicht Warmwasser erzeugt.
Primärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf gibt an, wie viel Energie Sie durchschnittlich für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung verbrauchen. Er berücksichtigt nicht nur, was im Haus benötigt wird, sondern den gesamten Energieaufwand auch für vorgelagerte Prozesse, um z. B. Strom, Gas oder Fernwärme ans Gebäude anzuliefern.
Primärenergiefaktor
Die Primärenergiefaktoren berücksichtigen die Aufwendungen an Energie, die für die Erzeugung, Umwandlung und Verteilung der genutzten Energie erforderlich sind. Jeder Energieträger hat einen eigenen Primärenergiefaktor. So werden zum Beispiel im Primärenergiefaktor von Steinkohle unter anderem der Abbau, der Transport per Schiff, Bahn, LKW, der Betrieb des Kraftwerks und die Verluste bei der Verbrennung einbezogen. Die Primärenergiefaktoren können in Anlage 4 des GEG nachgesehen werden.
Serielle Sanierung
Serielles Sanieren bedeutet die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden unter Verwendung abseits der Baustelle vorgefertigter Fassaden- bzw. Dachelemente einschließlich damit verbundener Anlagentechnik (z. B. Wärmepumpenmodule) sowie deren Montage an bestehende Gebäude. Die abseits der Baustelle vorgefertigten Elemente weisen dabei einen so hohen Vorfertigungsgrad auf, dass sich im Vergleich zur herkömmlichen Sanierung der zeitliche Aufwand vor Ort deutlich reduziert.
Transmissionswärmeverlust
Der Transmissionswärmeverlust beschreibt, wie viel Wärme ein Haus über Wände, Fenster, Türen und Dach verliert. Er ist eine wichtige Kenngröße für die Energieeffizienz von Gebäuden und ein Grenzwert im Gebäudeenergiegesetz sowie im Energieausweis.
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in einem Bauteil durch den dieses mehr Wärme verliert als durch die angrenzenden Bereiche. An diesen Stellen kühlen Bauteile schneller aus, wodurch auf der beheizten Seite eine geringere Oberflächentemperatur entsteht. Ein typische Beispiel für eine Wärmebrücke ist die Außenecke des Gebäudes. In diesem Bereich ist die Fläche der Außenwand größer als die der Innenwand. Dadurch kühlt dieser Bereich im Inneren schneller aus und ist anfälliger für Schimmel als ein gerader Wandabschnitt.
Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch U-Wert genannt, beschreibt die Dämmeigenschaften eines Stoffes. Je kleiner der U-Wert des Materials, desto besser dämmt es. Früher wurde der K-Wert verwendet. Dieser war weniger genau als der U-Wert. Die Einheit des U-Wertes ist W/(m²K).
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe ist eine Maschine, die thermische Energie aus einer natürlichen Wärmequelle aufnimmt. Diese Energie wird dann mit Hilfe von Antriebsenergie auf ein höheres Temperaturniveau gehoben. Dadurch wird die Wärme nutzbar, zum Beispiel für den Betrieb eines zentralen Heizungssystems. Man spricht nun von der so genannten Nutzwärme. Als natürliche Wärmequelle kommen beispielsweise die Außenluft, das Erdreich, Grundwasser oder die Abluft des Gebäudes in Frage.
Worst-Performance-Building (WPB)
Ein WPB ist im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine neue Gebäudekategorie. Als WPB gelten sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude, die hinsichtlich des energetischen Sanierungszustands zu den schlechtesten 25 % der Gebäude in Deutschland gehören. Als Kriterium dient ein gültiger Energieausweisoder das Baujahr des Gebäudes und der Sanierungszustand der Außenwand.
